KI Datenschutz Schweiz
KI nutzen, ohne dass die Daten ins Ausland abwandern
Viele KI-Dienste schicken eure Daten auf Server in den USA. Für eine Schweizer Firma ist das oft ein Problem — und es gibt einen anderen Weg.
Die Frage kommt fast immer, sobald KI im Spiel ist: «Und wo landen unsere Daten dann?» Eine berechtigte Frage. Denn bei den meisten bekannten KI-Diensten ist die Antwort: auf einem Server irgendwo in den USA.
Warum das überhaupt eine Rolle spielt
Für ein Ferienfoto ist es egal, auf welchem Kontinent es gespeichert wird. Für eine Lohnabrechnung, einen Arztbericht oder die Kundenliste sieht das anders aus. Sobald solche Daten die Schweiz verlassen, gelten plötzlich andere Gesetze, und ihr habt deutlich weniger Kontrolle darüber, wer sie wann sieht.
Dazu kommt das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) und, wer mit der EU zu tun hat, die DSGVO. Beide verlangen, dass man weiss und belegen kann, wo personenbezogene Daten liegen und wer sie verarbeitet. «Irgendwo in der Cloud» ist da keine gute Antwort.
Es geht nicht um Paranoia. Es geht darum, eine einfache Frage beantworten zu können: Wo sind unsere Daten — und wer kommt dran?
Das Missverständnis: KI geht nur mit US-Diensten
Viele nehmen an, moderne KI sei nur zu haben, wenn man seine Daten an die grossen amerikanischen Anbieter gibt. Das war vielleicht vor zwei Jahren so. Heute laufen leistungsfähige KI-Modelle auch in Rechenzentren in der Schweiz und in Europa — mit der gleichen Qualität, aber unter Schweizer und europäischem Recht.
Das heisst konkret: Man muss sich nicht zwischen «gute KI» und «Daten unter Kontrolle» entscheiden. Beides geht zusammen, wenn die Plattform von Anfang an dafür gebaut ist.
Worauf man achten sollte
Wer einen KI-Dienst prüft, kann mit ein paar einfachen Fragen schon viel klären:
- Wo stehen die Server? Schweiz oder EU — nicht «global verfügbar».
- Werden unsere Daten zum Training verwendet? Die Antwort sollte ein klares Nein sein.
- Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag? Schriftlich, nach Art. 28 DSGVO, mit klaren Angaben.
- Wer sind die Unterauftragnehmer? Und sitzen die auch dort, wo sie sitzen sollten?
Wie Vectoryon das hält
Bei uns liegen die Daten in der Schweiz, und die KI-Verarbeitung läuft in Rechenzentren in der Schweiz und der EU. Eure Unterlagen werden nicht zum Training öffentlicher Modelle verwendet. Das ist keine Zusatzoption, die man dazubuchen muss — es ist die Grundlage, auf der die Plattform steht.
Am Ende ist das keine technische Spitzfindigkeit, sondern eine Frage des Vertrauens. Eure Kunden geben euch ihre Daten, weil sie euch vertrauen. Dieses Vertrauen gebt ihr weiter — und solltet darum wissen, an wen.