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Vectoryon Update

Was die ersten echten Nutzer verändert haben

Im Frühling lief der erste Assistent. Über den Sommer haben ihn echte Firmen im Alltag benutzt — und uns Dinge gezeigt, die wir am Schreibtisch nie gesehen hätten.

Vectoryon15. September 20253 Min. Lesezeit

Im Frühling stand zum ersten Mal etwas, das wirklich lief. Über den Sommer haben es dann echte Firmen in die Hand genommen — keine Demo, keine Testumgebung, sondern der ganz normale Dienstagvormittag mit echten Mails, echten Terminen und echtem Zeitdruck. Genau darauf hatten wir gewartet, und genau das hat uns am meisten gelehrt.

Was am Schreibtisch nie sichtbar wird

Man kann ein Werkzeug noch so sorgfältig bauen — was es im Alltag aushalten muss, sieht man erst, wenn es jemand benutzt, der gerade keine Zeit für Geduld hat. Die erste Lektion war banal und wichtig zugleich: Die Leute fragen anders, als wir gedacht hatten. Nicht in sauberen Sätzen, sondern schnell, knapp, mitten aus der Arbeit heraus. «Wann war nochmal der Termin mit dem Steuerberater?» — und das soll einfach sitzen.

Vieles, das wir für selbstverständlich hielten, war es für die Nutzer nicht. Und manches, worüber wir lange gegrübelt hatten, hat niemanden interessiert. Genau dieser Abgleich zwischen unserer Vorstellung und dem echten Gebrauch war den ganzen Aufwand wert.

Ein Werkzeug zeigt sein wahres Gesicht nicht in der Demo, sondern wenn jemand es benutzt, der eigentlich keine Zeit dafür hat.

Was wir geändert haben

Aus dem Sommer sind ein paar handfeste Dinge entstanden:

  • Weniger Fragen zurück, mehr einfach machen. Der Assistent hat anfangs zu oft nachgehakt. Im Alltag nervt das. Jetzt nimmt er mehr an, wo die Sache klar ist — und fragt nur dort, wo es wirklich darauf ankommt.
  • Antworten kürzer. Niemand will am Morgen einen Aufsatz lesen. Die zwei Sätze, die zählen, reichen meistens.
  • Ehrlich sein, wenn etwas nicht geht. Lieber ein klares «das finde ich gerade nicht» als eine schön klingende Antwort, die nicht stimmt. Das war uns wichtiger als jede zusätzliche Funktion.

Was uns überrascht hat

Am meisten benutzt wurde nicht das Spektakuläre, sondern das Unauffällige. Das schnelle Zusammenfassen einer langen Mail. Das Wiederfinden einer Datei, an deren Namen sich niemand mehr erinnerte. Die kurze Vorbereitung vor einer Sitzung. Lauter kleine Handgriffe — aber genau die summieren sich über eine Woche zu echter Zeit.

Wie es weitergeht

Wir bleiben bei dem, was sich bewährt hat: nah an den Leuten bauen, die es wirklich benutzen, und ehrlich erzählen, was funktioniert und was noch nicht. Der Herbst geht weiter mit dem, was die ersten Nutzer am häufigsten gewünscht haben — und mit einer Frage, die fast jede Schweizer Firma uns früher oder später stellt: Wo bleiben eigentlich unsere Daten? Dazu im nächsten Eintrag mehr.

Danke an alle, die in diesen ersten Monaten dabei waren und uns ungeschönt gesagt haben, was geht und was nicht. Genau so wird es besser.

Neugierig, wie das bei Ihnen aussähe?

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